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Das Narrenschiff

Das Narrenschiff des Sebastian Brant (1457–1521)
Das Werk 1494 von Johann Bergmann von Olpe in Basel gedruckt, wurde das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformation. Eine spätmittelalterliche Moralsatire, in Versform die eine Typologie von über 100 Narren bei einer Schifffahrt mit Kurs auf das fiktive Land Narragonien entwirft und so der Gesellschaft durch eine unterhaltsame Schilderung ihrer Laster und Eigenheiten mit Texten den Spiegel vorhält. Das Werk wurde 1497 ins Lateinische übersetzt und in verschiedenen Sprachen in ganz Europa verbreitet. Wegen seines Erfolgs kamen Nachahmer auf den Geschmack und druckten zahlreiche Raubkopien. Das Buch ist zugleich der erste bekannte Comic. Ein einzigartiges Beispiel, wie sich der Autor in einer leseunkundigen und bildungsfernen Welt zu helfen wusste, um seine Botschaft an den Mann/die Frau zu bringen. Das Konzept des Buches basiert auf den damals verbreiteten, fliegenden Blättern, welche mit der Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg 1450 aufgekommen waren.
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Nationalrat stimmt Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungs-Initiative zu

Medienmitteilung des Initiativkomitees

Vielen Verdingkindern wurde auch noch ihr Geld gestohlen

Es ist ein ungelöstes Problem: die veruntreuten Guthaben der Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Es sei «sehr viel Geld» veruntreut worden, sagt Walter Zwahlen, Präsident des Vereins «netzwerk-verdingt». So hätten auch Heime Geld abgezweigt, das Zöglinge erhalten sollten für neue Kleider oder Schuhe. Solche Missstände kommen ans Licht, weil immer mehr ehemalige Heim- und Verdingkinder Einblick in ihre Akten verlangen. Die Zahl der Gesuche ist sprunghaft angestiegen. Die Vergangenheit lässt die Betroffenen nicht los. In den Archiven herrscht Hochbetrieb.

Der Bund, 09.11.2015

Entschädigung für Verdingte

Einreichung Wiedergutmachungsinitiative
Die Wiedergutmachungs-Initiative verlangt, dass ein Fonds in der Höhe von 500 Millionen Franken eingerichtet wird. Eine überparteiliches Komitee hat in den letzten acht Monaten 110 000 beglaubigte Unterschriften gesammelt. Am Freitag wurde die Wiedergutmachungsinitiative offiziell bei der Bundeskanzlei eingereicht.

NZZ, 19.12.2014
Wiedergutmachungsinitiative

«Wo ist unser Geld?»

Verdingkinder: Misshandelt, versklavt – und dann noch bestohlen. Verdingkinder finden in ihren Akten Sparhefte. Es sind nachrichtenlose Vermögen – wohl in Milliardenhöhe.

Sonntags-Blick, 14,09.2014

Holzschnitt Emil Zbinden

Holzschnitt: Emil Zbinden