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Ulrich Bräker

Jeremias Gotthelf

Jeremias Gotthelf (im Bild rechts als junger Mann) ist in seinem Wirken und Schaffen als Pfarrer und Autor einzigartig. Seine Zivilcourage und sein Kampf gegen Armut und Ausbeutung im 19. Jahrhundert bewirkten zwar Verbesserungen, er aber blieb ein angefeindeter Einzelkämpfer. Seine Werke hatten zuerst vor allem in Deutschland Erfolg. Einige wurden im 20. Jahrhundert von Franz Schnyder verfilmt. Leider aber der Bauernspiegel mit der Kritik am Verdingkinderunwesen nie. Die zeitgeschichtliche und literarisch-politische Bedeutung Gotthelfs hat Peter von Matt treffend charakterisiert und gewürdigt.

Verdingkinder in der Schweizer Literatur

von Gotthelf bis Loosli, von Honegger bis "Versorgt und vergessen"

Vortrag von Erwin Marti
am
Freitag 27. Januar 2012, 19. 00 Uhr
im Museum Murten, Ryf 4, Murten

Verdingkinder sagen: Es war schlimmer als im Film

Der Verein Netzwerk Verdingt vertritt die Interessen ehemaliger Verdingkinder. Präsident Walter Zwahlen sagt, deren Schicksal gehe uns auch heute noch etwas an.

Berner Zeitung, 8. 12. 2011

Das Schicksal der Verdingkinder ist vergleichbar mit Zwangsarbeit im Dritten Reich

Sobli
Artikel Sonntagsblick vom 6. 11. 2011

Jetzt im Kino:

Der Verdingbub

Filmplakat

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Ein Film von Markus Imboden, Schweiz 2011
Mit Katja Riemann, Stefan Kurt, Maximilian Simonischek, Andreas Matti, Miriam Stein, Max Hubacher, Lisa Brand

Der grösste Traum von Waisenkind Max ist es, Teil einer „richtigen Familie“ zu sein. Und tatsächlich scheint sich dieser zu erfüllen: Max wird an eine Bauernfamilie verdingt. Statt Liebe und Anerkennung erfährt er von seinen Pflegeeltern und deren Sohn jedoch nur Demütigung und Eifersucht. Das Handorgelspiel ist das einzige, was ihm niemand nehmen kann. Als eine neue Lehrerin aus der Stadt sein musikalisches Talent erkennt, darf Max am lokalen Schwingfest vor der gesamten Gemeinde spielen. Das Glück ist allerdings nur von kurzer Dauer: Eifersucht und Missgunst sind stärker. Doch Dank eines unerwarteten Verbündeten schafft Max die Flucht und macht sich auf nach Argentinien, dem Land seiner Träume. Gerüstet mit seiner Handorgel und der Gewissheit: da draussen, in der Welt, kann es nur besser werden.

Offizielle Website

Beitrag 10vor10, 26.10.2011

200'000 Eintritte für "Der Verdingbub". Der Bund vom 6.1.2012

Lesung

Mittwoch, 11.Januar 2012, Kirchgemeindehaus Langnau i.E,

Ausstellung

Wanderausstellung «Enfances volées - Verdingkinder reden», 8. November 2011 bis 1. April 2012, Zürich


Holzschnitt: Emil Zbinden